Überraschungspost

Hallo Hallo, ich meld mich auch wieder mal. :)

Vor zwei Tagen kam ich nach Hause und dann erzählte mir meine Mutter, ich hätte ein Paket aus Deutschland bekommen, eine CD oder so. Ich natürlich zuerst ziemlich verdutzt und auch entsetzt, da ich dachte, ich hätte vielleicht aus Versehen was bestellt oder so. (Was logischerweise eigentlich gar nicht möglich ist, aber egal.)

Und als ich es öffnete – war ein Buch von Andrea Kossmann drin. Mit einer Autogrammkarte, einer persönlichen Widmung und einer “Post”-Karte, auf der sie mir die Umstände dieser Überraschung erklärte. Und das war so: Kossi veranstaltete auf ihrem Blog ein Gewinnspiel für eine original Leselotte. Ich habe dort mitgemacht und sie hat mir geschrieben, dass ihr meine E-Mail (warum ich gerade die Lotte bekommen sollte) eigentlich am besten gefallen hat, nur, da ich in der Schweiz lebe, hätte es nicht geklappt mit der Lotte. Und deswegen hat sie mir eben ihren Gedichteband  geschickt, über den ich mich übrigens wirklich SEHR gefreut habe! :)

Schaut doch mal auf den Blog von Kossi. :)

Face to Face

Face to Face (Tusche)

Face to Face (Tusche)

Amber Kizer – Meridian

buecherallgemeinFacts:
Autor: Amber Kizer
Übersetzung: Karin Dufner
Titel: Meridian – Dunkle Umarmung
Verlag: PAN
Genre: Roman
Jahr: 2009 (Deutsche Erstausgabe)
Erstes / Letztes Wort: Die / erheben.
Blogeinträge darüber: PAN-Verlag

Inhalt:
Meridian ist kein gewöhnliches Mädchen. Das bemerkt sie schon als kleines Kind, denn dauernd liegen irgendwelche toten Tiere in ihrer Nähe. Sie glaubt, den Tod anzuziehen. Doch als sie mehr oder weniger freiwillig zu ihrer Grosstante fährt, erklärt ihr diese, dass sie eine Fenestra ist: Durch sie gelangen die Seelen Verstorbener in den Himmel. Es beginnt eine Zeit der Ausblidung, aber auch eine des Kampfes gegen eine dunkle Macht, welche sich im Dorf der Tante eingenistet hat und es  auf Meridian abgesehen hat.

Bewertung:
Ich finde, das Buch ist einfach und flüssig zu lesen, auch wenn ich finde, dass es stilistisch nicht durchwegs überzeugt. (Zum Beispiel fällt ziemlich oft der Satz: “Was wird hier gespielt.”) Die Story finde ich jedoch interessant und auch gut aufgebaut, es entsteht Spannung, auf jeden Fall. Vielleicht ist etwas zu wenig Action drin, mir persönlich war bei der Lektüre aber nicht langweilig. Manche Charakter hätten ruhig noch etwas feiner herausgearbeitet oder (zum Beispiel auch nur äusserlich) ausführlicher beschrieben werden können; bei anderen konnte ich mir jedoch ein lebhaftes Bild vorstellen. Schade fand ich, dass das Ende der Geschichte etwas schnell und “unpompös” abgehandelt wurde, da hätte deutig mehr mit dem Leser gespielt werden können. Allgemein war so ziemlich alles (aber nicht ganz alles) voraussehbar, was etwas schade ist, gerade wenn es sich um Fantasy handelt, könnte man noch etwas reinbringen, finde ich, da der Phantasie kaum Grenzen gesetzt werden.

Was mir ausserdem aufgefallen ist, ist die Namenswahl: Anlehnungen ans Lateinische (z.B. bei Custos, also Wächter(in)) sind seit Harry Potter mehr als bekannt und für mich auch irgendwo aufgebraucht. Aber verständlich. Es ist einfach darauf zurückzugreifen und ich mache es selbst auch gerne.

Alles in allem aber ein gelungenes Debüt (wobei ich glaube, dass ich persönlich ziemlich gut in die Zielgruppe passe), welches nett zu lesen ist.

Fazit: Empfehlenswert

Das Foto oben ist von ulle.b auf flickr.
Es unterliegt dieser CC-Lizenz.

PAN-Verlag

buecherallgemeinAchtung! Das ist eine wirklich total verrückte Geschichte! Und am besten fange ich einfach mal an zu erzählen. Wie vielleicht einige wissen, bin ich seit einiger Zeit auf dem Produktetest-und-per-Mundprobaganda-bekanntmachen-Portal trnd angemeldet. Da gabs auch schon zwei Buchprojekte, bei denen ich mich beide Male beworben habe. (Und nebenbei auch beidemal gescheitert bin…).

Das zweite Projekt bzw. das zweite Buch wurde vom PAN-Verlag “gestellt”: Alterra. Ich las mir die Leseprobe durch und war (einigermassen) begeistert: Der Schreibstil liess zwar etwas zu wünschen übrig, doch wenn man sich dann etwas eingelesen hatte, war das gar nicht mehr so schlimm und die Story klang allemahl sehr spannend. Deshalb bewarb ich mich natürlich sofort dort. (Und wie oben erwähnt – scheiterte.)

Das lustige bei dieser Sache ist jetzt, dass ich damals auch etwas auf der übrigen Homepage des PAN-Verlages rumgesurft und auf ein Buch gestossen bin, welches mich eigentlich noch mehr interessiert: Meridian – Dunkle Umarmung von Amber Kizer. Und wie vielleicht auch einige wissen, bin ich ebenfalls auf lovelybooks angemeldet. Und einige Tage nachdem ich die Leseprobe zu Meridian gelesen hatte, sah ich, dass eine Testleserunde dazu stattfinden sollte – eine Bewerbung war nicht nötig, nur eine E-Mail mit Benutzername und Adresse (Die Testleser würden durch das Los bestimmt werden). Natürlich habe ich diese E-Mail sofort geschrieben, die Hoffnung war jedoch recht klein.

Und heute die Nachricht.

Herzlichen Glückwunsch, Du wurdest für die Testleserunde “Meridian“ ausgelost! Das Buch wird Dir in den nächsten Tagen zugesandt werden. Viel Spaß bei der Aktion!

Ich dachte erst, ich hätte mich verlesen, doch da stand es! Und ich bin wirklich dabei und freue mich natürlich riesig auf dieses Buch! Toll, nicht? :)

Das Foto oben ist von ulle.b auf flickr.
Es unterliegt dieser CC-Lizenz.

 

Molière – Der Menschenfeind

menschenfeind

Facts:
Autor: Molière, ÜBERSETZUNG von Hans Magnus Enzensberger
Titel: Der Menschenfeind
Verlag: insel taschenbuch
Genre: Lyrik/Drama, Blankvers, Paarreim
Jahr: 1979

Inhalt:
Bei diesem Buch handelt es sich um eine Übersetzung (im sinngemässen Stil) von Moières Klassiker “Der Menschenfeind”. Dabei geht es um Klatsch und Tratsch, Intrigen, Schein und Sein usw. Alceste, genannt der Menschenfeind, möchte sich von dieser Trugwelt abheben.

Bewertung:
Ich mag dieses Buch wirklich sehr gerne leiden. Ich kenne das französische Original zwar nicht, aber diese Übersetzung oder Nacherzählung gefällt mir wirklich ausserordentlich gut. Das Thema lässt sich kinderleicht auf unsere heutige Welt übertragen und das ist doch beachtlich, wenn man beachtet, dass das Original im Barock geschrieben wurde! Die Übersetzung besitzt eine unglaubliche Leichtigkeit (wobei das ursprüngliche Versmass, der Alexandriner, durch einen Blankvers ersetzt wird und die Verse nicht Wort für Wort nachübersetzt sind.) und eine gute Portion Humor.

Fazit: Sehr empfehlenswert

Das Bild ist von Fatabugiarda von flickr.
Es unterliegt dieser CC-Lizenz.

Hm

So, ich dachte, ich melde mich mal, bevor also wirklich der letzte Leser meines Blogs es aufgibt. (Falls es überhaupt noch welche gibt.)

Im Moment ist etwas Flaute hier, da ich gerade wieder voll im Schulstress stecke, daher auch kaum Zeit finde irgendetwas kreatives zu machen, Bücher zu lesen und zu rezensieren usw. Doch in einer Woche ist wieder Schulferien und ich kann euch schon eine Fülle von Blogentries versprechen! (Sowie das Nachholen der verpassten Projektbeiträge…)

Gruss

Wanda

Projekt 52-09-31: Glücksmomente

projekt52So, diese Woche war eigentlich ziemlich einfach: Glücksmomente. Und da ich ja immer dafür plädiere, an den kleinen Dingen sich zu erfreuen, dachte ich eigentlich, dass das Foto schnell gemacht sei. Zuerst sollte es ein Selbstportrait werden, was dann aus mehreren Gründen leider nicht umgesetzt werden konnte. Dafür habe ich heute einen Schnappschuss von meinem Hund gemacht: Ein(e) wunderbare(r) (Glücks-)Moment(aufnahme). :) Und sogar zwei Mal: Einmal natürlich mein Hund, der hier genüsslich in der Sonne badet und ich, weil ich sie wirklich liebe und mich freue, wenn sie sich freut.

gluecksmomente

Projekt 42-August: Käfer

projekt42Jetzt muss ich mich aber langsam in Acht nehmen: Ich nehme zusehends an Blogparaden teil. O.o Aber naja: Bei einer solchen wie Projekt 42 konnte ich einfach nicht widerstehen. Ähnlich wie bei Projekt 52 wird einem ein Thema vorgegeben – jedoch „nur“ monatlich und nicht um zu fotografieren, sondern um (spontan!) zu schreiben. Na denn: Wollen wir doch mal mit vollem Karacho beginnen und zwar mit dem Begriff Käfer.

Der Schlüssel

Lisa ging die Strasse entlang, im Wintermantel eingehüllt, die Arme dicht um den Körper geschlungen, die Mütze tief im Gesicht hängend, durch den immer höher werdenden Schnee, stampfend, die Augen gesenkt. Dann eine kurze Pause vor der Kreuzung, um den Knopf für den Fussgängerstreifen zu drücken, ein kurzes Aufblicken, dunkle Augen mit weissen Punkten drin, Reflektionen des Schnees. Darauf wieder Bewegung, durch den Schnee, wie unendlich erscheinend.

„Hey, du da vorne! Mit der weissen Mütze!“

Lisa drehte sich um. Ein junger Mann lief ihr entgegen, Schnee überall, auf der Jacke, auf den Jeans, im Schal verhangen. Sein Atem setzte kleine Wölkchen frei, welche um seinen Kopf tanzten.

„Ist das dein Schlüssel?“
„Nein. Kenne ich nicht, ist nicht meiner.“
„Oh. Ich dachte bloss…weisst du, der Schlüssel muss gerade erst verloren gegangen sein und naja, du bist die einzige Person hier und darum…“
„Dachtest du, der Schlüssel gehöre mir. Das ist doch ein Autoschlüssel, oder? Naja, aber ich bin noch etwas jung fürs Auto fahren, oder nicht?“, lachte Lisa.
„Naja, ähm, weiss nicht?“
„Ich bin 16.“
„Siehst aber viel älter aus, weisst du das?“, meinte der junge Herr.
„Echt? Hm, das freut mich. Aber ich muss jetzt eigentlich echt weiter.“
„Wohin gehst du? Ich, ich könnte dich begleiten, ich muss auch in die Richtung.“
„Gerne, ja, ist in Ordnung. Ich bin auf dem Weg zu meiner Grossmutter. Sie ist krank. Irgend so einen Käfer hat sie sich eingefangen, aber die Ärzte wissen noch nicht genau, was es ist. Sie muss gepflegt werden und jemand muss darauf achten, dass sie die Antibiotika nimmt.“
Das alles sagte sie in einem Atemzug, als wäre es einfacher darüber zu sprechen, wenn man es schnell hinter sich brachte.
„Oh, ähm, ja, danke, dass du mir das erzählt hast…“
„Ja, warum nicht? Weisst du, es macht mir das Leben nicht schwererer oder einfacher, wenn ich mit jemandem darüber rede. Ich meine: Es bleibt ja doch alles genauso, wie es immer war und wird sich nicht von einem Moment auf den anderen verändern, oder?“
„Hm“, nickte er.
„Wie heisst du überhaupt? Oder Sie?“
„Nein, du ist schon okay. Ich bin der Markus.“
„Lisa.“

Er lächelte sie an und sagte, das sei ein schöner Name. Sie staksten noch einige Zeit zusammen durch den Schnee, erzählten sich von der Schule oder von der Arbeit, er sprach von einem Buch, welches er gerade erst gelesen hatte und Lisa nicht kannte, ein Buch über einen Jungen, der mit seinem Hund zusammen die Weltmeere besegelt hatte. Lisa hörte geduldig zu, auch wenn es sie eigentlich gar nich so interessierte. Zuhören war sie sich gewohnt.

„Gefällt dir die Geschichte? Ich könnte dir das Buch mal vorbeibringen. Also, wenn du Lust hättest.“
„Nein, lieber nicht. Danke“, sagte Lisa und lächelte Markus dabei entschuldigend an, „Ist nicht ganz mein Geschmack. Du, hör mal, da vorne wohnt meine Grossmutter.“
„Ahja. Nun…es war wirklich sehr interessant, sich mit dir zu unterhalten.“
„Was machst du mit dem Schlüssel?“
„Schlüssel? Ach, der Schlüssel! Den hatte ich ja vollkommen vergessen. Ich weiss nicht. Bist du dir sicher, dass er nicht dir gehört?“
„Ja.“
„Hm.“
„Ach, gib mir ihn, ich bring ihn dann später zur Polizei, die ist ganz in der Nähe von meinem zu Hause.“
„Ja, das ist gut.“
„Ja.“
„Sehen wir uns wieder?“, rutschte ihm heraus.
Sie lächelte ihn an, neige den Kopf etwas zur Seite und entgegnete ihm: „Von mir aus gerne. Aber wie? Also, wie bleiben wir in Kontakt?“
„Sagen wir Samstag im Kaffeehaus an der Hauptstrasse, das kennst du bestimmt, oder?“
„Ja, ist okay, so um zwei Uhr? Ich erzähl dir dann, was aus dem Schlüssel wurde, ja?“
„Ja gerne.“

*****

„Hallo Lisa.“
„Hey Markus. Wie geht’s dir?“
„Ganz gut, dir?“
„Auch so. Du, das glaubst du nie, weisst du was das für ein Schlüssel war?“
„Nein? Erzähl!“
„Nun, also als wir da uns getrennt haben, bin ich ja zu meiner Grossmutter hoch, oder. Habe sie gepflegt und alles und dann sitzen wir immer noch etwas zusammen und essen ein Stück Kuchen oder trinken eine Tasse Tee. Dann habe ich ihr vom Schlüssel erzählt und ihn ihr gezeigt. Und weisst du, was sie gemacht hat, als sie ihn gesehen hat? Aufgeschrien hat sie und mir in einer Aufregung erzählt, das sei der Schlüssel, den sie vor Jahren verloren hatte, der Schlüssel zu ihrem alten Käfer in der Garage. Seit Jahren nicht mehr gefahren. Wir sind dann natürlich sofort in die Garage, also ich, sie darf ja nicht zu weit gehen und habe den Schlüssel ausprobiert und tatsächlich – er hat gepasst!“
Markus hatte die ganze Zeit zugehört, der Gesichtsausdruck von Satz zu Satz ungläubiger.
„Echt? Aber, das ist doch eigentlich unmöglich, ich mein, der lag ganz frisch da und, also, ich meine…“
„Naja, ist doch eigentlich auch egal. Sie möchte dich gerne kennenlernen und dir danke sagen. Ich habe sie auch gefragt, wie das sein könne, aber sie hat nur gemeint, manchmal sei es ganz gut, nicht alles zu wissen.“

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